Penisring mit Fitnesstracker und Online-Statistik

Smart Cock Ring: Sexspielzeug und Fitness Tracker, Online-Statistiken inklusive

Die britische Firma Bondara hat den Prototyp eines „Smart Cock Ring“ vorgestellt, der eine Mischung aus Sexspielzeug und Fitness Tracker darstellt

viaSmart Cock Ring: Sexspielzeug und Fitness Tracker, Online-Statistiken inklusive – Engadget Deutschland.

Kommentar des Datenschutzbeauftragten

Das habe ich kommen sehen. Aber hinterher ist man ja immer klüger. Daten zu sexuellen Vorlieben sind übrigens besondere personenbezogene Daten, die einem besonderen Schutz unterliegen.


© Poldavo (Alex) – Flickr (CC BY SA 2.0)

5 Apps zur Partner“überwachung“

Schneier sagt, es sei die Demokratisierung der Überwachung und verweist auf die 5 Apps zur Spionage und Ausspähung des/der Geliebten.

Tipp des Datenschutzbeauftragten

In der Anfangsphase einer Liebesbeziehung mag es nett sein zu wissen, wo sich der oder die andere aufhält. Wenn sich dieses Verhalten aber verfestigt und zu Gewohnheit oder gar zur Obsession wird, sehe ich zwei Möglichkeiten.

  • Sie haben Anlass zu der Vermutung der/die andere gehen fremd, dann sollten Sie nach Vorliegen der Beweise das Gespräch suchen und sich ggf. trennen. Das ist allemal besser als unendliche Eifersucht.
  • Sie haben keinen Anlass zur der Vermutung, dass der/die andere fremd geht und die anfängliche Schwärmerei ist vorüber: Dann denken Sie an den Satz: „Liebe ist voneinander gefesselt sein, … ohne Ketten anzulegen.“

Zum Artikel: 5 Apps for spying on your spouse
The Democratization of Surveillance | Schneier on Security


Foto: © stokkete- Fotolia.com

Tragbares Telefon und Ortungssystem für Kinder

Ein neues Wearable macht sich auf den Weg. Es beinhaltet Ortungssystem und Telefon und heißt Tinitel. In schweinchenrosa gehalten und wie eine Armbanduhr im Design soll es Kinder wie Eltern ansprechen.

Tipp des Datenschutzbeauftragten

Ich füge meinen Ausführungen vom Frühjahr nichts hinzu. Gesundheitsdaten per Smartphone

Zum Artikel: TechCrunch


Foto: TechCrunch

Data-Mining und Gesundheitsdaten

Datenschutz-Nachlese vom Mobile World Congress / 25.02.2014

  • Gesundheitsdaten per Bluetooth
  • Data-Mining by Mobilfunktern
  • DECT – Phablet

Internet of Things – Gesundheitsdaten per Smartphone


Quelle: Wikimedia


Irgendwann, es wird schon noch, sitzen Leute in einem Büro. Sie starren auf eine Reihe Bildschirme, auf denen Bilder und eine Reihe von Zahlen zu sehen sind. Herzfrequenz, Sauerstoffsättigung, Schrittanzahlen, Kalorienverbrauch, Aufenthalsort, Aktivitätflimmern pro Benutzer über die Monitore.

„Da tut sich wieder was“, zischt der Operator aufgeregt dem Kollegen zu. „Der Puls steigt, die Schrittzahl ist auf 0, die Musik ist mehr als eindeutig.“

Beide grinsen sich vielsagend an.

„Schalt mal das Bild und Ton zu“, flüstert der andere zurück, „die beiden sind ja voll in Aktion.“

„Ich glaube, wir sollten den Krankenwagen in die Nähe ordern, bei ihrem Alter.“

Fitness-Tracker waren auf der CES schon der letzte Schrei. Beim MWC legen nun die Mobilfunkprovider nach. Am weitesten geht wohl Sonys SmartBand. Dieses speichert mit der LifeLog-App, Uhrzeit, Standort und Aktivität (Fiml gucken, Telefonieren) usw. Aus Sicht des ewig grummelnden Datenschützers sind die Geräte – wie andere Wearables – fraglich. Wie immer, wenn personenbezogene Daten erhoben werden, ergeben sich folgende Fragen

  • Welche Daten werden verwendet*?
  • Wozu geschieht das?
  • Wer hat Zugriff auf diese Daten?
  • Wozu geschieht dieser Zugriff?
  • An wen werden diese Daten übermittelt?
  • Wo werden diese Daten noch gespeichert?
  • Wie lange dauert die Speicherung?

Ganz allgemein ist es wie bei jeder Messe, jeder will dabei sein, jeder hat irgendwie ein Gerät geschustert und jeder hat natürlich das beste, schönste und dollste. Bei genauerem Hinsehen bemerkt der geneigte wie der ungeneigte Beobachter, dass die Geräte oft nur mit der Produktlinie des Herstellers funktionieren und dass die Funktionen, die man braucht, gerade bei den anderen Herstellern sind. Ich fürchte, ich brauche das nicht. Und – Hand aufs Herz – ein Bluetooth-Headset habe ich schon, meine Schritte zähle ich selbst, für den Kalorienverbrauch nutze ich FDH** und den Puls zähle ich bedarfsweise und habe alles in allem 99 Euro übrig. Wer kommt mit zum Pizzaladen?
Sparsamkeit beim Umgang mit Daten ist viel wichtige als manche meinen. Denn Daten sind eben wie
Autobahnen
, wenn sie da sind, werden sie verwendet, von irgendjemandem. Das wurde in diesem Blog schon beschrieben.

Verweise

Data-Mining: Mobilfunkprovider können Datenschatz heben

Nominum zeigt auf dem MWC eine Software, mit der sich Kundenverbindungen auswerten lassen und gleichzeitig personalisierte Werbung anzeigen lässt. Dazu wertet die Software die DNS-Anfragen des Mobilfunkkunden aus. Data Mining in Verbindungsdaten

Übrigens, Nominum gehört zu den Top-Favoriten
des Telecom.com Industry Awards 2014.

DECT – Phablet

Damit es nicht heißt, ich würde nur grummeln. Ein solches Gerät habe ich schon lange gesucht DECT-Telefon als 6″ Android Home Phablet von Binatone wiederauferstanden. Schade nur, dass es nicht auch GSM-fähig ist. (Ich fürchte ohne grummeln kann ich nicht. Sie werden sich daran gewöhnen müssen.)


Fußnoten

* Verwendung umfasst die Erhebung, Speicherung und Nutzung.von Daten.
** FDH – Friss die Hälfte