Voice User Interface – die Kunst des Hörens und Sprechens

In ihrem Beitrag „Verwenden auch Sie beim Marketing diese sinnfreien Adjektive?!“ weist Dr. Gabriele Frings auf die explodierende Anzahl von Adjektiven in Texten hin. Der Artikel ist hier nachzulesen. https://schreibenundleben.com/verwenden-auch-sie-beim-marketing-diese-sinnfreien-adjektive/. Als gute journalistische Schule galt es mal, keine Attribute zu verwenden. Ich finde es schade, dass diese Sitte abhanden gekommen ist.

Die Stimme in der Bronzefee © MikeGoad – pixabay.com

Sprachdialogsysteme benötigen Formulierungen für Fragen, Informationen und Hilfetexte, mit denen Benutzerinnen mit geringem mentalen Aufwand das Wesentliche erfassen können. Deshalb ist die Satzlänge ein wesentliches Merkmal für die Qualität eines Sprachdialogsystems. Zu wenig Äußerung lässt Benutzerinnen im Unklaren, zuviel Sprache überfordert sie. Auch wenn es platt klingt: Eine Rede ist keine Schreibe. (Kurt Tucholsky)

Beim Test der Äußerungen eines Sprachdialogsystems nähere ich mich von zwei Seiten, während ich möglichst unbefangen mit dem System spreche. Zum einen hake ich gedanklich eine Positivliste ab. Je mehr Punkte davon zutreffen, umso besser. Gleichzeitig habe ich eine Negativliste im Sinn. Je weniger Punkte davon zutreffen, umso besser ist es. Folgende Fragen stelle ich mir dabei, um einen ersten qualitativen Eindruck zu bekommen.

Fragen für Positivtests

  • Ist die Äußerung für Zielpublikum angemessen?
  • Bleibt das System in einem Sprachtyp?
  • Sind die Sätze prägnant?
  • Steht die Information am Anfang der Äußerung?

Fragen für Negativtests

  • Sind die Sätze zu knapp?
  • Sind dieÄußerungen zu lang?
  • Ändert sich der Sprachtyp während des Dialogs?
  • Werden zuviel Informationen in einen Satz gepresst?

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