Schließen

InApp-Payment und Unterschriftserkennung

Datenschutz-Nachlese vom Mobile World Congress / 27.02.2014

  • MasterCards InApp-Bezahldienst
  • Unterschriftenerkennung von Hanvon

InApp-Payment wird einfacher – Smartphone besser absichern


Quelle: Wikimedia

Als ich ein Junge war, habe ich mal mein Portemonnaie verloren. Da waren fast sämtliche finanziellen Reichtümer drin, die ich damals hatte. Vielleicht waren es 20 Pfennig und ich wollte mir wahrscheinlich Salmiakpastillen kaufen. Der Schaden für mich war unersetzlich. Später passte ich dann besser auf mein Portemonnaie auf, die Geldmenge darin nahm auch zu. Einmal war es dann doch wieder weg und bescherte mir einen Haufen Rennerei. Denn nicht nur der Ausweis musste erneuert werden, sondern auch die EC-Karten, die Kreditkarte, das Monatsticket usf.

Mastercard macht mit einem neuen System das Bezahlen innerhalb von Apps einfacher. Zielgruppe dieser Apps dürften Apps für Shops sein oder auch für Spiele, in denen der Zugang zu einem neuen Level erst nach dem Bezahlen möglich wird. Durch einfaches Klicken oder Berühren, so beschreibt es die Pressemeldung, wird der Bezahlvorgang ausgelöst.

Risikobewertung

Zur Bewertung des Risikos beantworten Sie folgende Fragen

  • Wie hoch ist das Risiko, dass Ihr Smartphone in falsche Hände gerät? Kann Ihr Smartphone auch online „in falsche Hände geraten? (gering – mittel – hoch)
  • Welcher Schaden kann entstehen,, wenn Ihr Smartphone in falsche Hände gerät? (gering – mittel – hoch)

Dann kreuzen Sie die Werte in folgende Tabelle ein und lesen das Risiko entsprechend der Farbmarkierung ab. Ich denke, Sie kommen zum gleichen Ergebnis wie ich: Es ist noch wichtiger als zuvor, das Smartphone gut zu sichern, wenn Zugangsdaten auch zu Bezahldiensten auf dem Gerät gespeichert sind.


Quelle: Diethelm Dahms

Verweise


Innerhalb der Computergemeinschaft lebt man nach der Grundregel, die Gegenwart sei ein Programmfehler, der in der nächsten Ausgabe behoben sein wird.
Clifford Stoll, amerikanischer Astrophysiker und Computerpionier


Wenn der Postmann zweimal klingelt – Handschriftenerkennung

Unterschrifterkennung Havon Mobile World Congress 2014
Hanvons Produkt Vorstellung auf dem Mobile World Congress 2014 (PRNewsFoto/Hanvon)

Es klingelt und es klingt ungeduldig, ich gehe zur Tür. Es ist der Paketdienst. Oft sprechen die Fahrer nicht sehr gut Deutsch und halten mir einfach das mobile Terminal zusammen mit einem abgekauten Kugelschreiber vor die Nase. Ich ergreife den Ersatzstift widerwärtig und kritzele meine Unterschrift hin. Immer wieder bin ich erstaunt über das, was da so auf dem Display erscheint.

Seit vielen Jahren ist Unterschriftenerkennung technisch machbar. Diese geht idealerweise weit über den reinen Vergleich von Bildern hinaus. Es werden auch druckempfindliche Bauteile eingesetzt, die auch die Kraft ermitteln, mit der beim Unterschreiben auf die Unterlage gedrückt wird. Das ist fantastisch.

Auch beim Einsatz von Unterschriftsterminals, ich weiß, dass ich mich wiederhole, weiß ich nicht, wo die Daten gespeichert werden, wie lange, von wem. Beim Datenschutzzentrum Schleswig-Holstein gibt es ein paar Bemerkungen dazu, wie mit Unterschriften als personenbezogene Daten umzugehen ist. Suchen Sie beim ULD nach „Unterschrift“. Es ist spannend.

Hanvon hat nun auf dem Mobile World Congress 2014 in Barcelona verbesserte Versionen vorgestellt. Der Hersteller gibt an, dass die Erstellung von Firmenausweisen wesentlich schneller vonstatten geht. Ob die Geräte zur banküblichen Unterschriftsprüfung ausreichen, konnte ich nicht prüfen. Meine Erfahrung mit den Paketterminals lässt mich zweifeln. Und so schön, wie diese Signatur von Lavoisier sind die heute sowieso nicht mehr.


Quelle: Wikimedia

Verweise

Über den Autor diet46