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Clean Pipe – nur ein Märchen? #schlandnet #groko #itsicherheit

Die Computerwoche nimmt am 11.11.13 die Pläne der Telekom zu einem "nationalen" Internet unter die Lupe. Dabei werden folgende Punkte herausgestellt.

1. Das Angebot der Telekom bezieht sich nicht auf ein "nationales" Internet. Es sieht den gesicherten Zugang zu Cloud-Diensten des Anbieters vor. Zusätzlich sollen Sicherheitsmaßnahmen in die Cloud gebracht werden.

2. Ein "nationales" Netz wäre das Ende des freien Datenaustauschs im Internet. Das Internet ist dazu gedacht, bei einem Angriff und sogar bei teilweiser Zerstörung weiter zu arbeiten. Durch zentrale Punkte mit Abschottung gegen andere Nationen würde das sehr erschwert werden.

3. Bereits heute nimmt die Telekom am Austausch des Internetverkehrs nach eigenen Prozessen teil. Kein anderer Provider kann es sich erlauben, für Telekom-Kunden schwerer erreichbar zu sein, deshalb ziehen sie mit. Internationale Provider beschweren sich,, dass die Geschwindigkeit ihrer Angebote zu geringer ist als die anderer Anbieter.

4. In einem "nationalen" Internet wäre die Möglichkeit der Überwachung nicht geringer. Sie könnte sogar rascher ausgebaut werden. Laut Computerwoche hat die große Koalition vor, die Überwachung an Internetknoten zu verstärken. Dazu zitiert sie einen Beirat der DE-CIX, dem Betreiber der Ubergabepunkte für Internetverkehr in Deutschland.

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Über den Autor diet46